Die Wahl des richtigen Ladegeräts für Elektrofahrzeuge: Fest installierte Modelle und Modelle mit Stecker

Während die Revolution der Elektrofahrzeuge (EV) unvermindert weitergeht, ist die Ladeinfrastruktur sowohl für Privatanwender als auch für gewerbliche Unternehmen eines der wichtigsten Themen. Wenn Sie sich entscheiden, eine Ladestation zu installieren, um Ihr Elektrofahrzeug zu Hause, auf Ihrem Grundstück oder an Ihrem Arbeitsplatz aufzuladen, stehen Ihnen zwei grundlegende Optionen zur Auswahl: fest installierte (hardwired) und steckbare (plug-in) Ladegeräte.

Welche Variante eignet sich am besten für Ihre Anforderungen und Ihre elektrische Infrastruktur? In diesem Artikel beleuchten wir die Vorteile beider Modelle, ihre technischen Unterschiede sowie die entscheidenden technischen Details, auf die Sie bei der Auswahl achten sollten.

Ladegeräte mit Stecker (Plug-in): Flexibilität und Mobilität

Ladegeräte mit Stecker werden, genau wie die großen Haushaltsgeräte bei Ihnen zu Hause, an eine Steckdose mit hoher Strombelastbarkeit (in der Regel CEE-Steckdosen im Industriestandard oder spezielle NEMA-Steckdosen) angeschlossen.

Vorteile:

  • Flexibilität: Das Gerät lässt sich in die Steckdose einstecken und wieder herausziehen. Wenn Sie einen Umzug planen oder das Gerät an einen anderen Ort mitnehmen müssen, können Sie den Stecker ziehen und es mitnehmen.

  • Einfacher Austausch: Wenn das Gerät ausfällt oder Sie auf ein höherwertiges Modell umsteigen möchten, können Sie das Gerät selbst austauschen, ohne einen Elektriker hinzuziehen zu müssen, sofern Ihre vorhandene Steckdoseninfrastruktur dafür geeignet ist.

Nachteile und technische Einschränkungen:

  • Leistungsgrenze: Aus Sicherheitsgründen sind Steckverbindungen in der Regel auf maximal 40 Ampere begrenzt. Dies kann dazu führen, dass Sie die maximale Ladegeschwindigkeit Ihres Fahrzeugs nicht erreichen können.

  • Verschleiß- und Überhitzungsgefahr: Die physikalische Verbindung zwischen Steckdose und Stecker kann mit der Zeit verstauben, sich lockern oder abnutzen. Da hohe Stromstärken fließen, können lockere Verbindungen zu Lichtbögen (Funken) und Überhitzung führen und somit eine Brandgefahr darstellen.

  • Mängel im Außenbereich: Steckdosensysteme können Schwierigkeiten haben, einen vollständigen Schutz vor äußeren Einflüssen wie Regen, Schnee und Staub zu gewährleisten. Aus diesem Grund wird von ihrer Verwendung außerhalb geschlossener Garagen dringend abgeraten.

Fest installierte (hardwired) Ladegeräte: Maximale Leistung und Zuverlässigkeit

Fest installierte Ladegeräte verfügen weder über einen Stecker noch über eine Steckdose. Die Stromkabel des Geräts werden über eine direkte, durchgehende Klemmverbindung mit der Leitung aus dem Stromverteilerkasten des Gebäudes verbunden. Bei Öznet Elektrik ist dies die Methode, die wir für industrielle und dauerhafte Projekte am häufigsten empfehlen.

Vorteile:

  • Höhere Ladegeschwindigkeit: Dank der direkten und unterbrechungsfreien Verbindung können Ausgangsleistungen von 48 Ampere und mehr erreicht werden. Das bedeutet, dass Ihr Fahrzeug im Vergleich zu Modellen mit Stecker wesentlich schneller aufgeladen wird.

  • Höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit: Da es keine Verbindung zwischen Steckdose und Stecker gibt, entfallen Risiken wie Kontaktfehler, Oxidation oder ein lockerer Stecker vollständig. Der Stromfluss ist wesentlich stabiler und sicherer.

  • Eignung für den Außenbereich (Outdoor): Fest installierte Systeme verfügen über deutlich höhere IP-Schutzklassen gegen Witterungseinflüsse (Wasser, Staub, Feuchtigkeit). Sie sind die ideale Lösung für offene Parkplätze und Gewerbeflächen.

Nachteile:

  • Voraussetzung für eine fachgerechte Installation: Die Installation muss unbedingt von fachkundigen und zertifizierten Elektroingenieuren bzw. -technikern durchgeführt werden. Auch wenn Sie das Gerät transportieren oder austauschen möchten, müssen Sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Was sollten Sie bei Ihrer Entscheidung beachten?

Bei der Auswahl sollten Sie nicht nur die Eigenschaften des Ladegeräts berücksichtigen, sondern auch den Zustand Ihrer vorhandenen Strominfrastruktur:

  1. Aufstellungsort: Wenn Sie über eine geschlossene und sichere Garage verfügen, kommen Modelle mit Stecker in Frage. Soll das Gerät jedoch im Freien stehen, sollten Sie unbedingt ein fest installiertes Modell wählen.

  2. Erwartete Ladegeschwindigkeit: Wenn Ihr Fahrzeug über eine große Batteriekapazität verfügt und Sie eine hohe Leistung benötigen, damit die Batterie über Nacht vollständig aufgeladen wird, sollten Sie den Vorteil der hohen Stromstärke nutzen, den fest angeschlossene Systeme bieten.

  3. Leistung des Schaltschranks: Beide Systeme werden eine erhebliche Strommenge aus Ihrem bestehenden Schaltschrank beziehen. Es sollte im Voraus geprüft werden, ob Ihr Schaltschrank diese zusätzliche Belastung bewältigen kann.

Sichere Ladeinfrastrukturen mit Öznet Elektrik

Die Installation einer Ladestation für Elektrofahrzeuge ist weit mehr als nur das einfache Verlegen von Kabeln. Eine Analyse der vorhandenen Last der Anlage, die Berechnung der Kabelquerschnitte, die Integration eines Fehlerstromschutzschalters (Typ B) sowie die Einhaltung internationaler Normen hinsichtlich der Erdungswerte sind zwingend erforderlich.

Öznet Elektrik Wir bieten Ihnen professionelle Ingenieurdienstleistungen für Ihre Projekte im Bereich der Ladestationen für Elektrofahrzeuge jeder Größenordnung – von Wohnanlagen über Gewerbezentren bis hin zu Parkhäusern und Industrieanlagen –, und zwar von der Bestandsaufnahme über die Planung bis hin zur schlüsselfertigen Installation.

Sie können sich gerne an uns wenden, um Unterstützung von unserem Expertenteam bei der Auswahl der für Ihr Unternehmen oder Ihren Wohnbereich am besten geeigneten Ladeinfrastruktur zu erhalten und einen kostenlosen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren.

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